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Ich habe keinen Plan, bevor ich anfange.

Ich lasse mich auf das ein, was kommt.

Meine Zunge wischt die salzige Gischt von den Lippen, während der Wind durch die Wanten des Schiffes pfeift. Die Unterseite meines Laptops brennt auf der nackten Haut meiner Oberschenkel. Vor mir liegt der Ozean.

So sind die meisten meiner Bücher entstanden.

 

Fünf Kinder habe ich zuhause zur Welt gebracht, das sechste auf meinem Boot in der Karibik. Als eine meiner Töchter an Magersucht erkrankte, setzte ich mich mit der Krankheit auseinander, reiste zu Fachkongressen und schrieb einen Ratgeber für Eltern. In meinen Romanen trägt das Leben andere Namen.

 

Meine Bücher entstehen, wenn Schweigen keine Option ist.

Im Alter von 14 Jahren stellte eine meiner Töchter das Essen ein und trank drei Monate lang nur Hafermilch. Tagsüber beobachtete ich sie, nachts weinte ich. Die Magersucht durchdrang wie ein Geist mein Leben mit dem stillen Ziel, meine Tochter zu töten. Ich las, was ich finden konnte und begann, selbst zu forschen. Heute ist meine Tochter wieder gesund, und ich stelle meine Ergebnisse an internationalen Fachkongressen vor.

Der Einstieg in meine Bildungsforschung war eine Beobachtung: In dem Moment, in dem ich spürte, was echte Begegnung zwischen einer Lehrperson und einem Kind bewirken kann, wollte ich verstehen, was Lehrpersonen brauchen, damit Verbundenheit möglich wird.

Meine Forschung beginnt dort, wo das Leben mich hineinzieht und keine fertigen Antworten bereitstehen.

Nicht jede Erkenntnis wird ein Buch. Manche landet hier.

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